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Turbulenzen an den Kapitalmärkten

Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Aktienbörsen weltweit massiv nachgegeben. Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat an wenigen Tagen im März viele Prozentpunkte verloren. Bereits in den Wochen zuvor sind die Kurse zurückgegangen. 

Auch Unternehmensanleihen verloren aufgrund höherer Risikoaufschläge deutlich an Wert. Im Gegenzug sind deutsche Staatsanleihen wiederum im Wert gestiegen. Seit den Tiefständen Mitte März haben sich die Börsen wieder etwas erholt, wobei die Verluste bei Weitem noch nicht aufgeholt wurden. Wir rechnen in den nächsten Wochen mit weiteren starken Schwankungen.

Was bedeuten die Turbulenzen für die Hamburger Pensionskassen?

Die Corona-Pandemie als  Anlass für den Einbruch an den Kapitalmärkten war nicht vorhersehbar. Der Einbruch selbst hingegen schon, denn in den letzten Jahren sind die Vermögenspreise übertrieben stark gestiegen. Eine deutliche Korrektur – aus welchem Anlass auch immer – war überfällig. Aus diesem Grund haben wir bereits im Herbst 2018 in erheblichem Umfang „überteuerte“ Anlagen verkauft und seitdem bis zu 15% Liquidität gehalten, obwohl wir auf diese Liquidität keinen Ertrag erzielen, ja sogar Strafzinsen zahlen müssen. Unsere zuvor durchgeführten Berechnungen zeigten uns, dass wir diese hohe Liquiditätsquote auch über einen sehr langen Zeitraum aushalten können.

Nun bestätigt sich unsere Einschätzung zu den in vielen Segmenten überhöhten Vermögenspreisen. Es bietet sich jetzt die Chance, die Liquidität zu viel besseren Konditionen wieder anzulegen. Die Möglichkeiten für die Kapitalanlage der Pensionskassen sind auf längere Sicht nicht schlechter, sondern besser geworden.

Genaue Analyse des Marktgeschehens

Wann genau der richtige Zeitpunkt für die Kapitalanlage ist, wissen auch wir nicht. Wir wissen aber, dass die Anlagemöglichkeiten heute schon deutlich besser sind. Daher bereiten wir uns auf Grundlage umfassender Analysen zum Marktgeschehen intensiv auf die Wiederanlage vor und haben erste Maßnahmen bereits umgesetzt.

Wir ziehen in Betracht, dass die Vermögenspreise noch weitaus stärker fallen können. Wenn die Finanzmärkte einerseits übertrieben optimistisch sind,  und es zu überhöhten Bewertungen kommt, treiben andererseits Angst und Panik die Bewertungen in den Preisverfall. Zuletzt war dies im September 2008 mit der unerwarteten Insolvenz der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers der Fall. Davon konnte die Pensionskasse seinerzeit stark profitieren, denn mit ihrer Finanzstärke und ihrem langfristigen Anlagehorizont kann sie sich von den panikartigen Reaktionen lösen und mit ruhiger Hand anlegen. So wird es auch dieses Mal sein. Eine mögliche Pandemie kann die Weltwirtschaft zwar hart treffen, aber mit dem Abflachen und Auslaufen der Pandemie kommt die Weltwirtschaft wieder in Gang. Die Kapitalmärkte werden diese Entwicklung zumindest teilweise vorwegnehmen.

Hohe Liquidität

Eine Liquiditätsquote von 15% ist zwar außergewöhnlich hoch, bedeutet andererseits aber auch, dass 85% des Vermögens angelegt sind. Nur ein kleiner Teil ist dem bereits eingetretenen und einem möglichen weiteren Rückgang ausgesetzt. Überwiegend ist das Vermögen in Immobilien und qualitativ hochwertigen Anleihen investiert, die in Krisen als „sicherer Hafen“ gesucht werden und deshalb wertstabil sind oder sogar an Wert gewinnen. Außerdem haben wir in Unternehmensbeteiligungen investiert, die sich in allen vergangenen Krisen als sehr viel wertstabiler erwiesen haben, als dies bei börsennotierten Aktien der Fall war. Insbesondere unsere Aktienengagements hatten wir - wie auch schon in der Vergangenheit - bereits frühzeitig zu einem großen Teil gegenüber einem potentiellen „Marktcrash“ abgesichert. 

Eine erste Bewertung zum Abschluss

Die Märkte werden noch einige Zeit stark schwanken. Wie bereits angesprochen ist aber schon jetzt klar, dass die Möglichkeiten für die Kapitalanlage der Pensionskassen auf längere Sicht nicht schlechter, sondern besser werden.

Bitte zögern Sie nicht uns anzusprechen, wenn Sie für Ihr internes Berichtswesen weitere Informationen und Hilfestellungen benötigen.


(Stand: 10.03.2020 / aktualisiert am 12.03.2020 / aktualisiert am 14.04.2020)

 

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